Rollenverteilung im Team neu gedacht
April bis Juli 2025. 28 Teilnehmer, Durchschnittsalter 62 Jahre. Wir wollten herausfinden, wie sich Rollen in Teams am besten verteilen lassen.
Der erste Versuch scheiterte spektakulär. Wir wiesen Rollen nach klassischem Muster zu: Leiter, Koordinator, Umsetzer. Nach zwei Wochen herrschte Chaos. Die Leute ignorierten ihre zugewiesenen Rollen komplett.
Warum? Ältere Erwachsene haben bereits jahrzehntelange Arbeitserfahrung. Sie wissen genau, was sie können und was nicht. Künstliche Rollenzuweisungen empfanden sie als bevormundend.
Unser zweiter Ansatz funktionierte besser:
- Teilnehmer wählten Rollen selbst
- Rollenwechsel war jederzeit möglich
- Überschneidungen wurden erlaubt
Die Projektabschlussrate stieg von 34 auf 89 Prozent. Die Zufriedenheit verdoppelte sich laut unserer Auswertung.
Was wir lernten: Vertrauen Sie der Selbsteinschätzung erfahrener Menschen. Geben Sie Struktur, aber keine starren Vorgaben. Die meisten wissen nach 40 Jahren Berufsleben ziemlich genau, wo ihre Stärken liegen.
Flexibilität schlägt Hierarchie.